Die Kaffeesorten
In meiner Rösterei biete ich mehr als zehn verschiedene Kaffee– und Espressobohnen an: Von süß bis fruchtig, von kräftig bis mild sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein.
Bei der Wahl meiner Kaffeesorten waren mir zwei Dinge besonders wichtig:
Ich möchte, unabhängig von offiziellen Zertifizierungen, nachvollziehen können, woher meine Bohnen stammen und sicher sein, dass diese nachhaltig und unter fairen Bedingungen für alle Beteiligten angebaut und geerntet werden.
Und ich wollte außergewöhnliche Bohnen anbieten.
Daher habe ich mir bei meiner Bohnenauswahl viel Zeit gelassen und mich für Rohkaffees entschieden, die für mich etwas besonderes hatten und bei denen ich über meinen Importeur Informationen über die Herkunft bekommen konnte. Gerne gebe ich Ihnen diese Informationen weiter, damit auch Sie wissen, was Sie kaufen oder trinken.
An dieser Stelle möchte ich eine Auswahl der von mir angebotenen und verwendeten Rohkaffees präsentieren.
Eine Preisliste der von mir angebotenen Espresso- und Kaffeebohnen ist am Ende dieser Seite zu finden.
Südamerika
Aus Brasilien kommt ein reiner Lot Kaffee, der „
Pedra Grande“ der Fazendas Dutra. Die Farmen der Brüder Dutra liegen auf 900 - 1.300 Metern Höhe südöstlich der Kaffeeanbauregion Minas Gerais.
Die Farmen der Familie Dutra existieren mittlerweile knapp 60 Jahre und haben eine lange Tradition. Den Dutras ist soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit wichtig., es wird Wert gelegt auf gute Arbeitsbedingungen und eine schonende Nutzung der Umweltressourcen. Machen Sie sich gerne selbst ein
Bild.
Der Pedra Grande ist ein Catuai Vermelho, der auf der Farm Agua Limpa in einer Höhe von 1.200 Metern angebaut und ungewaschen aufbereitet wird. Er hat einen vollen Körper, eine harmonische Säure und Aromen von Aprikose und Sahne.
Von den Fazendas Dutra kommt außerdem noch der "
Catucai 785".
Dieser Microlot-Kaffee ist ein pulped natural aufbereiteter Catucai
Vermelho, der auf einer Höhe von 1.000m angebaut wird. Diese Sorte
hat eine schöne Süße, eine sehr feine Säure und Aromen von Karamell,
Orange und Mandarine.
Ein weiterer Microlot der Fazendas Dutra ist der "
Abelha".
Die Sorte wird in der Parzelle "Abelha" auf der Farm Agua Limpa auf
einer Höhe von ca. 1.000m angebaut. Der Abelha ist ein Catuai
amarelo (gelber Catuai) und wird pulped natural aufbereitet.
Das besondere an dieser Sorte ist, dass sie ausschließlich
an Pflanzen reift, die älter als 50 Jahre sind. Diese Pflanzen
tragen weniger Früchte als jüngere Sträucher, was dazu führt, dass
die Aromen in diesen Bohnen ausgeprägter ist.
Der Abelha hat eine angenehme Süße und Schokoladennote und
in meiner Röstung Aromen von hellen Früchten wie Aprikosen.
Ebenfalls aus Brasilien kommen drei Rohkaffeevarietäten der
Fazendas Daterra. Die Daterra Farmen liegen in Minas Gerais und Sao Paolo und umfassen 3.250 ha Fläche. Auch für Daterra sind Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein und soziale Verantwortung essentiell. Dies beinhaltet die Erhaltung der natürlichen Ressourcen, technologische Weiterentwicklung und auch die Gesundheitsfürsorge für die Arbeiter und die Beaufsichtigung der Kinder, die selbstverständlich nicht auf den Plantagen arbeiten.
Der
Bruzzi Espresso ist ein ungewaschen aufbereiteter Catuai Vermelho mit viel Süße und wenig Säure. An Aromen dominieren Schokoladennoten und ein wenig Frucht.
Der
Sunrise ist ein Mundo Novo, der ebenfalls ungewaschen aufbereitet wird. Der Kaffee hat einen vollen Körper, feine Säure und Aromen von Vanille, Schokolade und Marzipan.
Ein weiterer ungewaschen aufbereiteter Arabica ist der
Monte
Christo, ein Acaia, der schöne Schokoladen- und
Karamellaromen hat und Noten von getrockneten Früchten.
Der
Sweet Blue ist ein pulped aufbereiteter Mundo
Nuvo Arabica, der ein sehr ausgeprägtes würziges Schokoladenaroma
und wenig Säure hat.
Der
Sweet Yellow, ein ungewaschen aufbereiteter
Acaia, gibt eine sehr saubere, ausbalancierte Tasse und hat schöne
Zitrusaromen und Noten von Milchschokolade und Rohrzucker hat.
Von den Farmen der
Familie Veloso aus der Region Carmo de Paranaíba kommt ein klassischer brasilianischer Arabica, der einen mittleren Körper und Aromen von Schokolade und Karamell hat.
Von der
Farm Pereira aus der Region Carmo de Minas kommt ein
Yellow Bourbon, der pulped natural aufbereitet wurde und der dementsprechend eine starke Süße und einen schönen, vollen Körper hat. Die Bohnen sind von der
Brazil Specialty Coffee Association zertifiziert.
Neben vielen brasilianischen Sorten habe ich auch eine Sorte aus
Kolumbien im Angebot. Der
Supremo "Pico San
Cristóbal" ist ein wuchtiger, gewaschen aufbereiteter
Arabica, der eine kräftige Würze hat und Aromen von Tabak, herber
Schokolade und Blutorangen.
Mittelamerika
Der
Cerro Negro aus El Salvador hat mich bei der Verkostung richtig umgehauen! Dieser Rohkaffee belegte den 15. Platz beim Cup of Excellence in 2010 - zu Recht.
Der Cerro Negro ist ein gewaschen aufbereiteter Pacamara, der von José Armando Portillo Peraza auf seiner kleinen Farm angebaut wird.
Um nur ein paar der vielen Aromen dieses Kaffees zu nennen: Schokolade, Zimt, Limone, Ahornsirup und Beeren. Die Bohne hat eine sehr feine Säure und einen runden Körper.
Ebenfalls aus El Salvador kommt ein gewaschen aufbereiteter Bourbon
Arabica von de
r Finca La Joya. Der Kaffee wird auf
über 1.400m Höhe angebaut und hat ein weiches Aroma mit mittlerem
Körper. In der Tasse hat er Aromen von karamellisierten Mandeln
Von der
Bambito Farm in Panama kommt ein sehr fruchtiger Estate Kaffee, der durch Aromen von dunklen Früchten und Beeren und eine Schokoladenbasis besticht. Angebaut wird er von der Familie Sitton, die während der Ernte ca. 40 Saisonkräfte beschäftigt. Diese erhalten u.a. während dieser Zeit auch medizinische Versorgung. Jedes Jahr werden auf der Farm heimische Bäume gepflanzt, um das natürliche Gleichgewicht zu bewahren.
Ebenfalls aus Panama kommt der
Panama Carmen ins Programm, ein gewaschen aufbereiteter Arabica vom
Carmen Estate. Die Farm, die Rainforest Alliance zertifiziert ist, liegt in einer Höhe von 1.750 bis 2.000 Metern und ist reich an Vulkanerde. Unser Kaffee gewann 2010 beim Wettbewerb „Best of Panama“ den dritten Platz und ich freue mich sehr Ihnen diesen Kaffee anbieten zu können. Resultat ist ein weicher Kaffee, der Aromen von Pfirsich und Aprikose aber auch von dunklen Beeren hat.
Fruchtig ist auch der
Gavilàn aus Nicaragua, der einen eher kräftigen Körper mit einem langen Nachgeschmack und Aromen von Äpfeln, Orangen sowie Schokolade und Karamell hat.
Aus Nicaragua von der Farm
„Las Nubes“ kommt ein
100% Pacamara, der gewaschen aufbereitet wurde und Aromen von süßer Schokolade und Orangen und eine feine Fruchtsäure hat.
Daneben habe ich noch einen zweiten reinen Pacamara ins Programm genommen, dieser ist allerdings
fully natural aufbereitet. Der Kaffee, der exklusiv Mitgliedern der deutschen Röstergilde vorbehalten ist, wird auf der Plantage El Limoncillo der Familie Mierisch angebaut. Neben einer ausgeprägten Süße hat dieser Kaffee ein unglaublich intensives Blaubeeraroma, das ich in dieser Form bislang noch nie wahrgenommen habe.
Aus der Region Pico de Orizaba aus Mexico kommt unser
entkoffeinierter Arabica. Das Besondere ist, dass dieser Rohkaffee nicht mit chemischen Mitteln oder Kohlendioxid entkoffeiniert wurde, sondern nur durch die Verwendung von Wasser. Damit kann er insbesondere in der Schwangerschaft bedenkenlos getrunken werden.
Aus der Dominikanischen Republic von der Farm „Los Lirios Toral“ kommt der
Microlot Arabica „Super Honey“, der einen vollen Körper und, durch die natürliche Aufbereitung, eine sehr ausgeprägte Süße hat.
Der
Costa Rica Tarrazu ist ein hervorragender, gewaschen aufbereiteter Hochlandarabica, der einen wuchtigen, kräftigen Körper hat und trotzdem noch ausdrucksvolle, komplexe Fruchtaromen.
Als Highlight habe ich den
Jamaica Blue Mountain im Angebot. Er gehört zu den absoluten Raritäten und den teuersten Kaffees der Welt. Dieser Typica Arabica kommt vom
Clydesdale Estate in der Blue Mountain Region auf Jamaica und wird in den für diesen Kaffee typischen Holzfässern geliefert. Die klimabedingte lange Reifezeit der Kaffeekirschen sorgen für ein außergewöhnliches Aroma, das weich, fruchtig und blumig ist.
Der Kaffee hat einen harmonischen Körper und eine sehr feine Säure.
Kunden erhalten den Kaffee bei mir im Ventilbeutel verschweißt in einem original Miniaturfäßchen.
Afrika
Aus Äthiopien kommt der
Limu, ein gewaschen aufbereiteter Arabica, der von Kleinbauern angebaut wird. Der Kaffee hat eine mittlere Säure und einen vollen Körper. Vom Aroma ist er schokoladig und süß.
Aus dem Osten Äthiopiens kommt der
Harrar Longberry. Dieser Arabica ist trocken aufbereitet, würzig und hat einen vollen Körper mit Aromen von dunklen Beeren wie Cassis.
Ebenfalls aus Äthiopien kommt der
Djimmah. Er ist geschmacklich dem Limu ähnlich, wird im Südwesten Äthiopiens angebaut, ist sehr würzig, schokoladig und hat Noten von hellen Früchten (Pfirsich, Limette).
Als weiteren afrikanischen Arabica habe ich den Malawi Mzuzu Geisha im Angebot. Er wird in den nördlichen Bergen von Malawi von einem Zusammenschluss kleiner Farmer angebaut. Der Geisha wird gewaschen aufbereitet, hat einen vollen Körper und Aromen von Jasmin, Zitrus und Honig.
Asien
Ein Highlight aus dem asiatischen Raum ist der
Palthope Estate Parchment Robusta. Diesen Robusta gibt es bei mir als reine Espressoröstung - also 100% Robusta. Der Kaffee wächst auf einer Höhe von 1.000 Metern und wird gewaschen aufbereitet.
Dieser Robusta hat eine milde Säure und einen wuchtigen Köper mit Aromen von Nougat, braunem Kandis und Cognac.
Zusätzlich zum Jamaica Blue Mountain habe ich eine weitere exklusive Kaffeesorte ins Programm genommen.
Der
Indonesien Sulawesi Tongkonan Toraja Gunung Sesean ist eine äußerst seltene Kaffeesorte, die von dem Volk der Toraja in Familiengärten rund um den Berg Sesean auf der Insel Sulawesi angebaut wird.
Nur vollreife Früchte werden per Hand geerntet, gewaschen und mehrere Wochen sorgfältig getrocknet. Anschließend wird der Rohkaffee in handgefertigte und handbemalte Holzfässchen verpackt, jedes ein Unikat und nur mit 1,5 kg Rohkaffee gefüllt.
So, das war ein Auszug meines „Kaffeeprogramms“. Ich hoffe, Sie sind ein wenig auf den Geschmack gekommen und besuchen mich mal in meiner kleinen Rösterei.
