Das Leben ist zu kurz, um schlechten Kaffee zu trinken

In meiner Rösterei biete ich mittlerweile mehr als zwanzig verschiedene Kaffee– und Espressobohnen an: Von süß bis fruchtig, von kräftig bis mild sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein.

Bei der Wahl meiner Kaffeesorten waren mir zwei Dinge besonders wichtig:

Ich möchte, unabhängig von offiziellen Zertifizierungen, nachvollziehen können, woher meine Bohnen stammen und sicher sein, dass diese nachhaltig und unter fairen Bedingungen für alle Beteiligten angebaut und geerntet werden.

Und ich wollte außergewöhnliche Bohnen anbieten.

Daher habe ich mir bei meiner Bohnenauswahl viel Zeit gelassen und mich für Rohkaffees entschieden, die für mich etwas besonderes hatten und bei denen ich über meinen Importeur Informationen über die Herkunft bekommen konnte. Gerne gebe ich Ihnen diese Informationen weiter, damit auch Sie wissen, was Sie kaufen oder trinken.

Da ich Kaffee so außerordentlich spannend finde, bleibt das Angebot meiner Bohnen nicht immer gleich. Es werden immer wieder Sorten ausgetauscht oder für kurze Zeit kommen spannende Gastkaffees dazu.

An dieser Stelle möchte ich eine Auswahl der von mir angebotenen und verwendeten Rohkaffees präsentieren. Das jeweils aktuelle Angebot finden Sie immer im Onlineshop.

Die Kaffeesorten

Kunden erhalten den Kaffee bei mir immer frisch abgepackt und im Ventilbeutel verschweißt.

Normalerweise sind die Röstungen nicht älter als eine Woche, in der Regel sind sie nur wenige Tage alt.

 

  • Sitio Arrozá

    Der „Sitio Arrozá“ ist ein pulped natural aufbereiteter Microlot Arabica der Varietät Catuai Vermelho, der in Brasilien auf einer Höhe zwischen 1.070m und 1.290m reift. Der „Arrozá“ hat die typisch brasilianischen Aromen von Nuss und ein wenig Schokolade. Hinzu kommt eine Fruchtnote von dunklen Beeren und etwas Karamell.

  • Brasil Cerrado San Rafael

    Dieser Estate Arabica kommt von der Farm „San Rafael“ in Brasilien. Er ist natürlich aufbereitet worden und hat dadurch eine angenehme Süße.
    Sein Geschmack geht sehr in Richtung Nuss-Nougat und erinnert mich insbesondere im Cappuccino an Nutella. Daneben hat er eine dezente, leichte Beerennote.

    Im Januar 2016 wurde der „San Rafael“ von der Zeitschrift crema zum Espresso des Monats gewählt. Bei der anschließenden Leserwahl zum Espresso des Jahres hat er den dritten Platz belegt.

  • Kolumbien Excelso La Trinidad

    Neben vielen brasilianischen Sorten habe ich auch eine Sorte aus Kolumbien im Angebot. Der Excelso „La Trinidad“ ist ein gewaschen aufbereiteter Arabica.
    Er ist aromatisch mit einem vollen Körper mit schönem Schokoladen- und Melassearoma und floraler Säure.
    Schön süßlicher Abgang.

    Geeignet als Espresso und Filterkaffee.

  • Yellow Bourbon

    Von der Farm Pereira aus der Region Carmo de Minas kommt ein Yellow Bourbon, der pulped natural aufbereitet wurde und der dementsprechend eine starke Süße und einen schönen, vollen Körper hat. Die Bohnen sind von der Brazil Specialty Coffee Association zertifiziert.

  • entkoffeinierter Arabica

    Aus Brasilien kommt unser entkoffeinierter Arabica. Das Besondere ist, dass dieser Rohkaffee nicht mit chemischen Mitteln oder Kohlendioxid entkoffeiniert wurde, sondern nur durch die Verwendung von Wasser („Swiss Water Process“). Damit kann er insbesondere in der Schwangerschaft bedenkenlos getrunken werden.

    Er hat ein Grundaroma von Schokolade, etwas Nuss und Fruchtnoten in Richtung Zitrus (Limone).

  • Nicaragua San Jose

    Dieser gewaschene Arabica stammt von der Farm San Jose in Nicaragua.

    Geschmacklich hat der Nicaragua San Jose eine ausgeprägte dunkle Schokoladennote und Fruchtaromen von Zitrus und Limette.

  • Guatemala Castillo

    Der Guatemala „Finca Castillo“ ist ein gewaschen aufbereiteter Microlot Kaffee aus Huehuetenango in Guatemala, der in 1.550m Höhe auf kalkhaltigem Boden angebaut wird.
    Er enthält Bohnen der Varietäten Caturra und Bourbon.
    Er hat eine sehr ausgeprägte Süße und Aromen von Milchschokolade, etwas Vanille und Nuss. Geeignet ist er sowohl als Espresso wie auch als Filterkaffee.

    In der Kategorie Filterkaffee hat er beim Verkostungswettbewerb der Deutschen Röstergilde 2017 eine Silbermedaille gewonnen.

  • Costa Rica Tarrazu

    Der Costa Rica Tarrazu ist ein gewaschen aufbereiteter Hochlandarabica der Varietät Caturra.

    Er hat einen vollen Körper, hat ein Aroma von Kakao und leichter Nuss und ausdrucksvolle, komplexe Fruchtnoten von Apfel und Blaubeere.

  • Jamaica Blue Mountain

    Als Highlight habe ich den Jamaica Blue Mountain im Angebot. Er gehört zu den absoluten Raritäten und den teuersten Kaffees der Welt. Dieser Typica Arabica kommt vom Clydesdale Estate in der Blue Mountain Region auf Jamaica und wird in den für diesen Kaffee typischen Holzfässern geliefert. Die klimabedingte lange Reifezeit der Kaffeekirschen sorgen für ein außergewöhnliches Aroma, das weich, fruchtig und blumig ist.

    Der Kaffee hat einen harmonischen Körper und eine sehr feine Säure.

  • Limu

    Aus Äthiopien kommt der Limu, ein gewaschen aufbereiteter Arabica, der von Kleinbauern angebaut wird. Der Kaffee hat eine mittlere Säure und einen vollen Körper. Vom Aroma ist er schokoladig und süß.

  • Harrar

    Der Harrar ist ein trocken aufbereiteter Arabica aus dem Osten Äthiopiens. Er ist würzig mit einem vollen Körper und hat Noten von dunklen Früchten, die in Richtung Cassis gehen.

    Er ergibt einen tollen Filterkaffee, ist aber auch für Freunde leicht fruchtiger Espressi gut geeignet.

  • Limmu Diromina

    Der Limmu „Diromina“ ist ein Wildkaffee und stammt von einer Kooperative aus der Nähe von Jimma.
    Er wird auf Höhen von 2.000 bis 2.200 Metern angebaut und wird semi-washed aufbereitet.

    Der Diromina ist wieder ein besonderer äthiopischer Kaffee, der sehr komplex ist mit einer schönen Säurenote, die für mich in die Richtung Kirsche und exotische Früchte geht.
    Daneben hat er ein schönes, schokoladiges Grundaroma und Noten von rotem Pfeffer und Mandeln.

    Er eignet sich gut als Filterkaffee, aber auch als Espresso für diejenigen, die es gerne etwas fruchtiger mögen.

  • Djimmah

    Ebenfalls aus Äthiopien kommt der Djimmah. Er ist geschmacklich dem Limu ähnlich, wird im Südwesten Äthiopiens angebaut, ist sehr würzig, schokoladig und hat Noten von hellen Früchten (Pfirsich, Limette).

  • Lekempti

    Der Äthiopien Lekempti ist ebenfalls ungewaschen aufbereitet, hat eine schöne dunkle Schokoladennote mit angenehmer Würze und einer Minznote.

  • Djimmah entkoffeiniert

    Dieser entkoffeinierte Djimmah ist ein natürlich aufbereiteter Arabica der Varietät Moka aus dem Südwesten Äthiopiens.

    Geschmacklich ist er dem nicht entkoffeinierten Djimmah sehr ähnlich.
    Er ist würzig mit einem mittleren Körper und hat Aromen von Schokolade und hellen Früchten.

  • Palthope Estate Parchment Robusta

    Ein Highlight aus dem asiatischen Raum ist der Palthope Estate Parchment Robusta. Diesen Robusta gibt es bei mir als reine Espressoröstung – also 100% Robusta. Der Kaffee wächst auf einer Höhe von 1.000 Metern und wird gewaschen aufbereitet.

    Dieser Robusta hat eine milde Säure und einen wuchtigen Köper mit Aromen von Nougat, braunem Kandis und Cognac.

  • Ponya S795

    Von der Palthope Farm (Parzelle Ponya) habe ich auch einen reinen Arabica, den Ponya S795. Dieser gewaschen aufbereitete Arabica der Varietät S795 wird auf einer Höhe von ca. 800m angebaut.
    Mich hat dieser Arabica sehr begeistert. Er hat die typischen Charaktereigenschaften des indischen Bodens, hat aber nicht die starke Würze meiner Canephoras. Der S 795 ist unglaublich ausgewogen und vollmundig mit kaum Säure. Geschmacklich ist er süß mit deutlichen Honigaromen und Mandelnoten. Als Espresso hat er eine feine Fruchtnote (dunkle Kirsche), als Kaffee hat er kaum Säure.

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  • Liberica

    Ebenfalls eine Rarität, die ich allerdings hauptsächlich nur für Blends einsetze, ist der Liberica von der indischen Farm Palthope. Der Liberica ist eine geschmacklich besondere Sorte, die neben den bekannten Sorten Arabica und „Robusta“ existiert. Von diesem Microlot wurden nur 120kg geerntet.

  • Thailand – Khun Chang Khian

    Ich freue mich, dass ich wieder mal etwas ausprobieren und anbieten kann, was nicht jeder hat und was auch keine „sichere Bank“ ist.

    Mit Kaffee aus Thailand verbindet man normalerweise eher Robusta von nicht allzu toller Qualität. Aufgrund des großen Robustaanteils an der Gesamternte ist das verständlich, aber es gibt auch in Thailand tolle Arabicas, die es absolut wert sind, dass sie auch hier in Deutschland angeboten werden.

    Der ungerechtfertigt bescheidene Ruf und die vergleichsweise geringen Mengen haben vielleicht bislang die Großimporteure abgeschreckt.

    Mein Kaffee heißt „Khun Chang Khian“, benannt nach dem Dorf in der Provinz Chiang Mai im Norden Thailands. Im Dorf leben etwa 700 Einwohner des Hmong Volks, von denen ungefähr ein Drittel vom Kaffeeanbau lebt.

    Dabei wird die Arbeit im Wesentlichen per Hand erledigt, lediglich zum Entfernen des Fruchtfleischs und des Pergamenthäutchens kommen Maschinen zum Einsatz. Auf den Einsatz von Pestiziden und chemischem Dünger wird beim Anbau komplett verzichtet.

    Die Sorte Khun Chang Khian ist ein Arabica, Varietät Caturra, der auf einer Höhe zwischen 1.300m und 1.400m neben Obstbäumen angebaut wird und nach der Ernte nass aufbereitet wird.

    In der Tasse ist der Kaffee sehr aromatisch, erinnert mich geschmacklich an schwarze Oliven und Kräuter, mit einem kleinen Hauch Zitrus. Der Kaffee hat eine gewisse Würze und erinnert mich im Nachgeschmack leicht an Wasabi oder japanischen Pfeffer.

    Im Espresso kommt zudem eine nicht zu starke Schokoladennote durch.

  • Espresso Gallina

    Meine neue Kaffeemischung des Jahres 2016.

    Der Espresso „Gallina“ ist eine Mischung aus meinem Brasilien SAn Rafael, dem Nicaragua „San Jose“ und einem Anteil Indien Palthope Canephora.

    Geschmacklich geht die Mischung in Richtung Schokolade und Mandel mit etwas Vanille.
    Des Espresso hat eine leichte Fruchtsäure, die mich an Zitronenblätter erinnert.
  • Espresso Fabiola

    Der Espresso Fabiola trägt den Namen einer meiner Mitarbeiterinnen. Fabiola kommt aus Costa Rica und hat daher eine große Leidenschaft für mittelamerikanische Kaffees.

    Sie hat diese 100% Arabica Mischung entwickelt, die zu gleichen Teilen aus Arabicas aus Costa Rica und aus Nicaragua besteht.

    Geschmacklich ist die Mischung geprägt durch ein Aroma von Zartbitterkakao mit nur sehr wenig Fruchtsäure (Zitrone, grüner Apfel) – Ein Gefühl von geschmolzener Schokolade auf der Zunge.
  • Espresso Gavilán

    Dieser Espressoblend ist eine Mischung aus einem Arabica aus Nicaragua und meinem Canephora aus Indien.

    Der Espresso Gavilán ist fast wie flüssige Blockschokolade – für alle, die den Espresso gerne klassisch mögen. Daneben gibt es nur eine sehr dezente Zitrusnote.

    Beim Verkostungswettbewerb der Deutschen Röstergilde 2014 hat der Espresso Gavilán eine Goldmedaille gewonnen.
  • Espresso Bollywood

    Der Espresso Bollywood ist eine Mischung aus nur indischen Sorten – S795 Arabica, Old Paradenia Canephora und Liberica.

    Den Namen habe ich gewählt, weil er im Mund für einen Tanz der Geschmacksnerven sorgt.

    Der Bollywood hat einen sehr vollen Köper, viel Würze und schmeckt süßlich. Er hat ein Schokoladenaroma mit einer Blaubeernote und ein wenig Nuss.
  • Espressoblend 2014

    Dieser würzige Blend besteht aus 80% Äthiopien Harrar, der neben der äthiopischen Würze Aromen von Cassis mit sich bringt.
    Ergänzt wird der Harrar durch 20% Indien Palthope Robusta, was dem Blend einen volleren, breiteren Körper und Schokoladen-/Nussaromen gibt.

  • Espresso Felino

    Dieser Espresso Blend besteht aus 90% brasilianischem Yellow Bourbon Arabica, abgerundet mit 10% gewaschenem Canephora aus Guatemala.

    Der Espresso „Felino“ hat eine sehr ausgeprägte Karamellnote und außerdem noch Noten von Nuss und Milchschokolade. Die dezente Fruchtsäure geht in Richtung Steinobst, so wie Aprikose.

  • Cappuccino Blend 2012

    Diesen Blend habe ich bei den deutschen Baristameisterschaften 2012 in Mannheim für meine Cappuccini und meine Eigenkreation verwendet.

    Der Cappuccino Blend besteht zu 90% aus dem Indien Palthope Canephora, der besonders zusammen mit Milch ein breites, würziges, schokoladiges Aroma hat.

    Ergänzt habe ich den Palthope mit 10% eines indischen natürlich aufbereiteten Liberca. Der Liberica gibt dem Blend ein schönes Blaubeeraroma, eine schöne Süße und einen Abgang mit Meersalzaroma.

  • Die Kaffee Mischung

    Diesen Blend habe ich für die Zubereitung von Kaffee kreiert. Er ist mittelkräftig, nussig mit leichten Fruchtaromen. Enthalten in diesem Blend ist ein Arabica aus Nicaragua sowie Canephoras aus Indonesien und Indien.

    Die Kaffee Mischung hat beim Verkostungswettbewerb der Deutschen Röstergilde in 2012 eine Silbermedaille gewonnen.

So, das war ein Auszug meines „Kaffeeprogramms“. Ich hoffe, Sie sind ein wenig auf den Geschmack gekommen und
besuchen mich mal in meiner kleinen Rösterei.

 

Die Kaffee - Bohnenkarte

Auszeichnungen

 

2017

Espresso „Gallina“ – Goldmedaille beim Verkostungswettbewerb der deutschen Röstergilde 2017

Goldmedaille Verkostungswettbewerb der Röstergilde - Espresso Gallina

Guatemala „Finca Castillo“ – Silbermedaille beim Verkostungswettbewerb der deutschen Röstergilde 2017

Silbermedaille Verkostungswettbewerb der Röstergilde - Guatemala "Finca Castillo"

 

 

2015

Bali Kintamani S795 – Goldmedaille beim Verkostungswettbewerb der deutschen Röstergilde 2015

 Urkunde Röstergilde Gold Bali 2015

Espresso „Felino“ – Silbermedaille beim Verkostungswettbewerb der deutschen Röstergilde 2015

 

Urkunde Silber Espresso Felino_web

 

2014

Fazendas Dutra „Pacas“ – Goldmedaille beim Verkostungswettbewerb der deutschen Röstergilde

Goldmedaille für Dutra Pacas beim Verkostungswettbewerb 2014

Espresso Gavilán – Goldmedaille beim Verkostungswettbewerb der deutschen Röstergilde

Goldmedaille für Espresso Gavilán beim Verkostungswettbewerb 2014

 

2013

Espresso Fabiola – Silbermedaille beim Verkostungswettbewerb der deutschen Röstergilde

Silbermedaille für Espresso Fabiola beim Verkostungswettbewerb 2013

Espresso Jelena – Bronzemedaille beim Verkostungswettbewerb der deutschen Röstergilde

Bronzemedaille für Espresso Jelena beim Verkostungswettbewerb 2013

 

2012

Die Espresso Mischung – Goldmedaille beim Verkostungswettbewerb der deutschen Röstergilde

Goldmedaille für Die Espressomischung

Die Kaffee Mischung – Silbermedaille beim Verkostungswettbewerb der deutschen Röstergilde

Die Kaffee Mischung - Silber 2012